Patronatstage 2018

Seit 1958 Mitglied in Aldekerker Bruderschaft

Aldekerk. Auch in diesem Jahr konnte die Vereinigte St. Sebastianus- und St. Paulus- Bruderschaft Aldekerk auf Ihren Patronatstagen wieder Mitglieder für deren langjährige Mitgliedschaft ehren und geht mit einem neuen Festausschuss in das Neue Jahr.

Der erste Patronatstag begann mit der Feier der heiligen Messe in der Pfarrkirche St. Peter und Paul. Pastor Theodor Prießen wurde dabei von König Dirk Mieske als Lektor unterstützt. Das Bruderschaftsmitglied Karl Hammans spielte die Orgel.

43 Schützenbrüder folgten der Einladung und stärkten sich nach der Messe bei einem ausgiebigen Frühstück in der Vereinsgaststätte „Schnakenhaus“. Der 1. Vorsitzende und Brudermeister Frank Mieske lies das letzte Jahr Revue passieren und hob im Besonderen das 2017 erstmals von der Bruderschaft organisierte öffentliche Osterfeuer hervor. Er dankte allen Unterstützern und Helfern und kündigte auch für 2018 ein öffentliches Osterfeuer für alle Anwohner von Aldekerk und den umliegenden Orten an. Der Schriftführer Ferdinand Pree verlas das Protokoll der letzten Versammlung und den Jahresbericht 2017. Der Kassierer Ernst Kleinmanns präsentierte den Kassenbericht.

Der Schießmeister für das Brauchtumsschießen Dietmar Gaelings verlas den Jahresbericht der Schießgruppe Aldekerk/Eyll/Rahm und lobte das gute Abschneiden der Schießgruppe beim Winter-vergleichsschießen, beim Bezirksschießen, beim Landesbezirksschießen, dem Diözesanmeister-schaften und dem Bundesschießen. Bei den Wettbewerben wurden bis zu 8 Mannschaften gestellt. Die Kassenprüfer Dennis Stockhausen und Lukas Furth berichteten von einer gut und ordentlich geführten Kasse, worauf die Versammlung den Vorstand entlastete. Normann Girmendonk übernahm das Amt des Kassenprüfers von Dennis Stockhausen, der nach zwei Jahren turnusmäßig abgelöst wurde.

Vor 60 Jahren traten Werner Hoever, Hermann-Josef Hoever und Peter Wagner in die Bruderschaft ein und feierten 1958 das Jubelfest zum 550-jährigen Bestehens der Bruderschaft. Seit 1978 sind Peter Kox, Paul-Josef Kühn, Rainer Priefert und Michael Solty dabei. Mit Erreichen des 80. Lebensjahr wurde Hans Friedrich Ehrenmitglied.

Einstimmig neu in die Bruderschaft aufgenommen wurden Tillmann Lemmen, Maurice Bungardt, Lydia Hagens, Roland Scholz, Jürgen Scholz und Boris Rodenberg. Reimund Röös wurde einstimmig als neuer Offizier bestätigt. Der langjährige Fahnenträger Stefan Külkens legte sein Offiziersamt nieder.

Das in 2 Jahren anstehende Schützenfest im Blick, wählte die Versammlung mit Dirk Mieske, Peter Cuypers, Dietmar Gaelings und Ulf Rebel einen neuen Festausschuss.

Der 2. Tag der Patronatstage stand wieder ganz im Zeichen des traditionellen Poggekopp-Essens, welches seit 1960 begannen wird. Nach der heiligen Messe für die Lebenden und Verstorbenen Schützenbrüder in der Klosterkirche und den Besuch des Friedhofs gingen die Schützenbrüder ins Vereinslokal „Schnakenhaus“ zu Ulrike Samanns und Ulf Rebel. Dort fanden sich an den gemütlich vorbereiteten Tischen kleine Gruppen zum Gespräch. Doch schon nach kurzer Zeit kamen Karten und Würfel auf den Tisch, und so wurden die Gespräche bei Skat und „Schmeißen“ fortgesetzt. Es gab allerdings auch Gruppen, die lieber über Vergangenheit, Gegenwart, Schützentum, große Politik und vieles Andere sprachen.

Die Gespräche wurden unterbrochen durch einen Vortrag von Archivar Ulrich Neffe. Thema waren die Anfänge der Vereinigten St. Sebastianus- und St. Paulus-Bruderschaft Aldekerk vor dem zweiten Weltkrieg, und kurz danach. Weiterhin wurde über die Tradition des Poggekopp von seinen Anfängen her berichtet. (Beides auf dieser Internetseite nachzulesen).

Gegen 13 Uhr war der Poggekopp von der Metzgerei Horten abgeholt worden, und wurde zusammen mit Kartoffelpüree und Sauerkraut (gestiftet vom Vereinswirtepaar) genossen. Es war wieder einmal sehr lecker.

Unter den Schützenbrüdern wurde zum Dank gesammelt. Familie Horten verzichtete auf den Erlös, so dass dieser der DLRG Kerken für ihre neue Wachhütte am Eyller See gespendet werden konnte

Brudermeister

Der Brudermeister ist heute gleichzeitig der Vorsitzende. In früheren Jahren gab es neben dem Vorsitzenden auch (mehrere) Brudermeister.
An dieser Stelle werden die Brudermeister und Vorsitzenden jeweils mit dem ersten Jahr ihrer Erwähnung aufgeführt.

Heute: Frank Mieske

1946: Johann Hufschmidt, Willy Kempkes, Anton Ibes, Hermann Lemmen

1935: Brudermeister Hermann Lemmen, Johann Hufschmidt, Mathias Dicks und Josef Lamers

1934: Vorsitzender: Johs. Ackermans

Präsides

Der Präses ist der kirchliche Begleiter der Bruderschaft. Üblicherweise ist es das Oberhaupt der örtlichen Pfarrgemeinde, meistens ein Pfarrer.
An dieser Stelle werden die Personen aufgeführt, soweit sie erstmals erwähnt werden.

Seit Oktober 2021: Pastor Albert Lüken

2019  – 2021: Pfarrer Dr. Christian Stenz
2010 – 2018: Dechant Theodor Prießen
2002 – 2010: Pfarrer Wolfgang Spindelmann (letzter Pfarrer der Pfarrgemeinde St. Peter und Paul)
1972 – 2002: Pfarrer Josef Wilmsen
1962 – 1972: Pfarrer Josef Hebing
1951 – 1962: Pastor Peter Lingnau, eingeführt am 09.09.1951
1940 – 1951: Pastor Karl-Josef Arden, gestorben 18.06.1951
1919 – 1940: Dechant Conrad Pielen; zusätzlich tätig Kaplan Hubert Große-Osterholt
1903 – 1919: Pfarrer Gerhard Nachtigall

Poggekopp 2018 – was bedeutet das?

Poggekopp ist eine Tradition seit 1960. Poggekopp = Schweinekopf. Der ganze Tag dreht sich um das Mittagessen, den Poggekopp. Aber der bedeutet mehr als nur Essen (und Trinken).

Der Tag beginnt um 9:00 Uhr mit einer Messe in der Klosterkirche. In diesem Jahr hielt sie Pastor Norbert Derrix aus Rheurdt. Für ihn stand im Mittelpunkt der Predigt die Tradition sowie die Taten des hl. St. Sebastianus, in heutige Zeit übertragen.

Dann lag der Besuch der im letzten Jahr verstorbenen Schützenbrüder auf dem Aldekerker Friedhof an.

Anschließend gingen die Schützenbrüder ins Vereinslokal „Schnakenhaus“ zu Ulrike Samanns Ulf Rebel. Dort fanden sich an den gemütlich vorbereiteten Tischen kleine Gruppen zum Gespräch. Doch schon nach kurzer Zeit kamen Karten und Würfel auf den Tisch, und so wurden die Gespräche bei Skat und „Schmeißen“ fortgesetzt. Es gab allerdings auch Gruppen, die lieber über Vergangenheit, Gegenwart, Schützentum, große Politik und vieles Andere sprachen.

Die Gespräche wurden unterbrochen durch einen Vortrag von Archivar  Ulrich Neffe. Thema waren die Anfänge der Vereinigten St. Sebastianus- und St. Paulus-Bruderschaft Aldekerk vor dem zweiten Weltkrieg, und kurz danach. Weiterhin wurde über die Tradition des Poggekopp von seinen Anfängen her berichtet. (Beides auf dieser Internetseite nachzulesen). In diesem Zusammenhang wurde auch die neu gestaltete Internetseite vorgestellt.

Endlich, endlich gegen 13 Uhr war der Poggekopp von der Metzgerei Horten abgeholt worden, und wurde zusammen mit Kartoffelpüree und Sauerkraut (gestiftet vom Vereinswirt) genossen. Nachschlag? Kein Problem. Es war wieder mal lecker.

Unter den Schützenbrüdern wurde zum Dank gesammelt. Familie Horten verzichtete auf den Erlös, so dass dieser der DLRG Kerken für ihre neue Wachhütte am Eyller See gespendet werden konnte.

Und schon ging es weiter, mit Gesprächen, Spielen, und leckeren Getränken.

Gegen 15 Uhr wurde das Lokal gewechselt. Es ging zum „Hühnerdieb“. Auch dort wieder: Gespräche, Getränke, Spiele. Langsam löste sich die Versammlung auf.

Was ist noch zu berichten?

  • Die Getränke wurden per „Geloag“ gezahlt. Das bedeutet: ein Mitglied, meist der Jüngste, sammelte von allen Anwesenden Geld ein (erst 20 Euro, Rentner 10 Euro) später noch mal 10/5 Euro). Davon wurde immer wieder gezahlt.
  • Die Teilnehmer kommen aus vielen Jahrgängen. Die Jüngsten waren deutlich unter 30 Jahre, die Ältesten deutlich über 80 Jahre. Dieser Generationenmix klappt hervorragend.
  • Der Brudermeister Frank Mieske nutzte eine laute Schelle, um sich ab und zu Wort zu verschaffen.
  • Aus den Gesprächen mit den „Alten“ kann der Archivar einige Informationen für seine Arbeit gewinnen.